Compassionate Use
Einfache Erklärung
Compassionate Use ermöglicht schwer kranken Patienten den Zugang zu neuen Medikamenten, bevor diese offiziell zugelassen sind. Es ist ein "letzter Ausweg" bei lebensbedrohlichen Krankheiten.
Fachliche Details
Compassionate Use (auch Named Patient Use oder Expanded Access) ermöglicht Patienten mit schweren oder lebensbedrohlichen Erkrankungen den Zugang zu experimentellen Behandlungen außerhalb klinischer Studien, wenn keine zugelassenen Therapiealternativen existieren. Das Programm kann für einzelne Patienten, Gruppen oder in Notfallsituationen beantragt werden. Voraussetzungen sind: lebensbedrohliche Erkrankung, keine Studienteilnahme möglich, positive Nutzen-Risiko-Bewertung und Einverständnis des Herstellers. Die Behandlung erfolgt unter ärztlicher Verantwortung mit behördlicher Genehmigung und Ethikkommissions-Bewertung. Kosten werden meist nicht von Krankenkassen übernommen. Compassionate Use kann wertvolle Real-World-Daten für die spätere Zulassung liefern.
Verwandte Begriffe
Häufige Fragen
Wer kann Compassionate Use beantragen?
Behandelnde Ärzte für ihre Patienten, wenn keine anderen Therapieoptionen verfügbar sind.
Übernehmen Krankenkassen die Kosten?
Meist nicht - die Finanzierung ist oft problematisch und muss individuell geklärt werden.
Ist Compassionate Use dasselbe wie eine klinische Studie?
Nein, es ist individueller Heilversuch außerhalb von Studien mit weniger stringenten Auflagen.