Kaplan-Meier-Kurve
Einfache Erklärung
Eine Kaplan-Meier-Kurve zeigt, wie viele Patienten zu verschiedenen Zeitpunkten noch leben oder ereignisfrei sind. Die Kurve geht nach unten, wenn jemand das Ereignis erlebt.
Fachliche Details
Die Kaplan-Meier-Kurve ist eine grafische Methode zur Darstellung von Überlebenszeiten oder Zeit-bis-Ereignis-Daten. Sie zeigt den Anteil der Studienteilnehmer, die zu verschiedenen Zeitpunkten noch ereignisfrei sind (Überlebensfunktion). Die Kurve ist stufenförmig und fällt bei jedem Ereignis ab. Zensierte Beobachtungen (Patienten, die die Studie ohne Ereignis verlassen) werden durch kleine vertikale Striche markiert. Kaplan-Meier-Kurven ermöglichen den visuellen Vergleich verschiedener Behandlungsgruppen und die Bestimmung medianer Überlebenszeiten. Der Log-Rank-Test prüft statistisch, ob sich die Kurven signifikant unterscheiden. Die Methode macht keine Annahmen über die Verteilung der Überlebenszeiten und kann mit zensierten Daten umgehen. Sie ist Standard in der Onkologie, wird aber auch für andere Endpunkte (Rezidive, Komplikationen) verwendet.
Verwandte Begriffe
Häufige Fragen
Was zeigen die Stufen in der Kurve?
Jede Stufe nach unten bedeutet, dass ein Patient das Ereignis (z.B. Tod, Rückfall) erlebt hat.
Was bedeuten die kleinen Striche?
Das sind zensierte Beobachtungen - Patienten, die die Studie ohne Ereignis verlassen haben.
Kann man damit verschiedene Behandlungen vergleichen?
Ja, mehrere Kurven können übereinander gelegt und mit dem Log-Rank-Test verglichen werden.