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Surrogatparameter

Auch bekannt als: Surrogate Endpoint, Ersatzparameter, Biomarker

Einfache Erklärung

Ein Surrogatparameter ist ein Ersatzwert, der anstelle des eigentlichen Behandlungsziels gemessen wird. Zum Beispiel wird der Blutdruck gemessen, anstatt Jahre auf einen Schlaganfall zu warten.

Fachliche Details

Surrogatparameter sind messbare Biomarker oder klinische Parameter, die als Ersatz für klinisch relevante Endpunkte verwendet werden. Sie ermöglichen es, die Wirksamkeit von Behandlungen schneller und kostengünstiger zu bewerten, als wenn man auf klinische Ereignisse warten müsste. Ein klassisches Beispiel ist die Verwendung von Blutdruck oder Cholesterinwerten als Surrogat für kardiovaskuläre Ereignisse. Surrogatparameter müssen wissenschaftlich validiert sein und einen plausiblen, möglichst kausalen Zusammenhang mit dem klinischen Endpunkt haben. Nicht alle Surrogatparameter sind zuverlässig - manchmal verbessert sich der Surrogatparameter, ohne dass dies zu klinischen Vorteilen führt. Regulatorische Behörden akzeptieren etablierte Surrogatparameter für die Zulassung, fordern aber oft Bestätigungsstudien mit klinischen Endpunkten.

Verwandte Begriffe

Häufige Fragen

Sind Surrogatparameter immer zuverlässig?

Nein, sie müssen validiert sein - manchmal verbessert sich der Surrogat ohne klinischen Nutzen.

Warum werden Surrogatparameter verwendet?

Sie ermöglichen schnellere und kostengünstigere Studien als das Warten auf klinische Ereignisse.

Welche Surrogatparameter sind gut etabliert?

Blutdruck für kardiovaskuläre Ereignisse, HbA1c für Diabetes-Komplikationen, CD4-Zellen bei HIV.