Zurück zum Glossar

Blindstudie

Auch bekannt als: Verblindete Studie, Blinded Study

Einfache Erklärung

Bei einer Blindstudie wissen die Teilnehmer nicht, ob sie das echte Medikament oder ein Placebo bekommen. Das verhindert, dass ihre Erwartungen die Ergebnisse beeinflussen.

Fachliche Details

Blindstudien sind ein wichtiges Instrument zur Minimierung von Bias in klinischen Studien. Durch die Verblindung wird verhindert, dass das Wissen über die Behandlungszuteilung die Wahrnehmung, das Verhalten oder die Bewertung von Teilnehmern und/oder Forschern beeinflusst. Es gibt verschiedene Grade der Verblindung: Einfachblind (nur Teilnehmer verblindet), Doppelblind (Teilnehmer und Forscher verblindet) und Triple-blind (zusätzlich Datenauswerter verblindet). Verblindung ist besonders wichtig bei subjektiven Endpunkten wie Schmerz oder Lebensqualität. Sie wird durch identisch aussehende Placebos oder Sham-Prozeduren erreicht. Nicht alle Studien können verblindet werden (z.B. chirurgische Eingriffe), was das Bias-Risiko erhöht. Die Güte der Verblindung sollte am Studienende überprüft werden.

Verwandte Begriffe

Häufige Fragen

Warum sind Blindstudien wichtig?

Sie verhindern, dass Erwartungen und Vorurteile die Studienergebnisse verfälschen.

Können alle Studien verblindet werden?

Nein, bei chirurgischen Eingriffen oder offensichtlich unterschiedlichen Behandlungen ist Verblindung oft unmöglich.

Was passiert bei medizinischen Notfällen?

Die Verblindung kann jederzeit aufgehoben werden, wenn es für die Patientensicherheit nötig ist.